10 Schritte gegen Liebeskummer

Es ist aus. Diese drei kleinen Worten können deine heile Welt gewaltig ins wanken bringen, war doch bis vor kurzem noch alles gut. Dein Inneres ist in Aufruhr. Dein Magen zieht sich zusammen, dein Herz fühlt sich an, wie in einem Würgegriff und deine Tränen sind kaum mehr aufzuhalten. Dabei ist es egal, ob du Schluss gemacht hast oder dein/e Partner/in. Es tut weh. Auch eine unerfüllte Liebe kann schmerzen. Um nicht in ein tiefes Loch zu fallen, aus dem du nicht mehr hinausfindest, versuche das F*** Dich Herzschmerz – 10 Schritte Programm.

Schritt 1: Lass es raus!

Du befindest dich in einer besonderen Ausnahmesituation. In deinem Inneren brodelt es und deine Gefühle fahren Achterbahn. Du weißt nicht, wo dir der Kopf steht und dein Herz fühlt sich an wie ein riesiger Klumpen aus Schmerz und Verzweiflung. Es wird Zeit deinen Gefühlen Raum zu geben. Manchen gelingt es problemlos, andere verschließen sich und lassen diese Gefühle nicht zu. Oft aus Scham schwach zu sein. Aber es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn du Gefühle zeigst, denn sie sind ein wertvoller Teil unseres Körpers, unseres Wesens. Sie helfen dir Geschehenes besser zu verarbeiten und können dein inneres Gleichgewicht wieder herstellen. Das bedeutet:

• Wenn du traurig bist, weine. [Warum weinen guttut.]

• Wenn du wütend bist, schreie. (Um die Nachbarn nicht unabsichtlich auf den Plan zu rufen, schreie in ein Kissen!)

• Wenn du erleichtert bist, darfst du lächeln.

Auch wenn sich eine Trennung erst einmal furchtbar anfühlt, kann sie auch eine große Chance sein. Überlies diesen Satz, wenn du das noch nicht glauben kannst.

Oft kann es hilfreich sein die eigenen Gefühle auszudrücken, indem man sie aufschreibt. Nimm dir ein Notizheft oder ein Blatt Papier und schreibe einen Brief an deine/n Ex. Schreibe auf, wie du dich fühlst und was die Trennung mit dir macht. Du darfst auch ausfallend werden, wenn du es fühlst, aber schicke diesen Brief auf gar keinen Fall ab. Er ist nur für dich und dient lediglich der Kummerbewältigung. Wenn du fertig bist, vernichte ihn. Belaste dich nicht länger als nötig damit und lass los. Du kannst ihn zerreißen und Konfetti daraus machen oder ihn in einem Kochtopf verbrennen und die Asche im Freien verstreuen.

Schritt 2: Blende deine/n Ex aus!

Das mag radikal klingen, aber es hilft. Es wird Momente geben, da sehnst du dich so sehr nach deinem/r Expartner/in, dass du wieder Kontakt suchst. Aber du bist momentan nicht du selbst. Man könnte sagen, dass du derzeit nicht ganz zurechnungsfähig bist. Und glaube uns, du wirst es im Nachhinein bereuen, wenn du ihm/ihr in diesem Zustand schreibst. Darum empfehlen wir dir, alle Kontaktmöglichkeiten zu unterbinden.

• Lösche die Nummer aus deinem Handy. 

• Blockiere ihn/sie auf all deinen sozialen Kanälen.

• Stalke ihn nicht. (Es würde dich emotional überfordern und dich nur unnötig in den Trauerphasen zurückwerfen.)

Aber was ist, wenn ihr Kollegen seid oder euch das Umgangsrecht für die Kinder aneinanderbindet? Auch dann versuche den Kontakt nur auf das wirklich Nötigste zu beschränken. Je weniger ihr miteinander zu tun habt, umso besser kommst du über ihn/sie hinweg. Ganz getreu dem Ausspruch: »Aus den Augen, aus dem Sinn!«

Schritt 3: Verbanne Erinnerungsstücke!

Erinnerungen können wundervoll sein, aber auch schmerzhaft. Eine Beziehung ist mit vielen Gegenständen verknüpft, die solche Erinnerungen auslösen können. Die Kinokarte, die du aufgehoben hast, das Geschenk, das dein Herz hat höher schlagen lassen, oder die Fotos, die euch glücklich zeigen. All diese schönen Dinge aus der Vergangenheit sorgen heute dafür, dass es dir schlecht geht. Aber keine Angst, nicht für immer. Dennoch solltest du diese Stücke für das Erste aus deinem Leben verbannen, um das Aufreißen alter Wunden zu vermeiden. Nimm dir eine Kiste und sammle alles ein, was dich schmerzlich mit deinem Expartner/in verbindet. Und was dann? Wegschmeißen oder aufbewahren? Überstürze nichts, für den Anfang reicht es, die Sachen so weit wie möglich aus deinem Blickfeld zu räumen, z. B. in den Keller oder auf den Dachboden, am besten ganz weit hinten versteckt. Sollte das nicht reichen, frage eine/n Freund/in, ob er/sie die Kiste für dich aufbewahren kann.

Wahrscheinlich wirst du beim Einsammeln erneut leiden, aber wir können dir sagen, es wird besser. Es ist vergleichbar mit dem Abziehen eines Pflasters an einer behaarten Körperstelle. Reißt du es schnell ab, schmerzt es zwar, aber nur für einen kurzen Moment. Ziehst du es aber langsam ab, zieht sich der Schmerz in die Länge, weil du jedes einzelne Härchen spürst und Angst davor hast weiter zu machen. Also doch lieber kurz und fast schmerzlos.

Du schaffst das!

Schritt 4: Teile dich mit!

Reden ist Silber und Schweigen ist Gold? Nicht in diesem Fall. Sich mitzuteilen und über seinen Kummer zu sprechen, ist ein wichtiger Schritt, um den Liebeskummer zu besiegen. Teile dich jemanden mit, dem besten Freund oder der besten Freundin. Manchmal hilft es auch mit jemandem zu reden, der gar nicht zu deinem näheren Bekanntenkreis gehört, jemand der völlig unvoreingenommen ist. Wenn du niemanden hast, dem du dich mitteilen kannst, nutze die Telefonseelsorge. Ganz besonders dann, wenn du das Gefühl hast, du müsstest dir wehtun oder deinem Leben ein Ende setzen. Liebeskummer ist ein Schmerz, der bei jedem anders ausfällt. Einige lenken sich ab und kommen damit gut zurecht, andere versuchen unterschiedliche Methoden, kommen aber nicht allein aus der sich drehenden Abwärtsspirale heraus. Lass dir helfen! Du musst das nicht allein durchstehen.

www.telefonseelsorge.de

Schritt 5: Denk an dich!

Tu dir etwas Gutes! Wann hast du dich das letzte Mal ausgiebig um deinen Körper gekümmert? Es wird Zeit für ein kleines Verwöhnprogramm.

Körperpflege: Lass dir ein wohltuendes Bad ein und genieße dazu leise deine Lieblingsmusik. Aber bitte keine Herzschmerzschnulzen, das wäre kontraproduktiv.

Beauty: Maniküre und Pediküre? Vielleicht etwas Nagellack. Gönne deiner Haut eine Gesichtsmaske (schieße Fotos) oder mache eine Haarkur.

Für Männer: Wie wäre es mit einer neuen Bartfrisur, für den Fall, dass du unrasiert durch das Leben gehst? Auch Männern tut eine Gesichtsmaske gut. Probiere es aus oder stöbere in unseren Ablenkungsvorschlägen.

Und zum Schluss: Verwöhne dich mit deiner Lieblingsschokolade und einem Buch/Film, das/den du schon immer gern lesen/sehen wolltest. Auch hier wären Liebesschnulzen ungünstig.

Und wenn es dir zu einsam ist, lade deine/n beste/n Freund/in spontan zu einem gemütlichen Abend ein. Das hebt die Stimmung und macht Laune. Du wirst schon sehen.

Schritt 6: Wage etwas Neues!

Hast du ein Hobby, das du vernachlässigt hast? Oder gibt es Dinge, die du schon immer einmal machen wolltest? Wenn du dich fragst, wann dafür der richtige Zeitpunkt ist: Er ist jetzt! Nutze deine neu gewonnene Zeit für dich und die Erfüllung deiner Wünsche. Vielleicht hast du in deiner Jugendzeit gern gemalt oder geschrieben, dann fang einfach wieder damit an. Aber lass dir Zeit, denn Übung macht bekanntlich den Meister. Es gibt unzählige tolle Dinge, mit denen du deine Zeit verbringen kannst, anstatt in Selbstmitleid zu zerfließen. Nachfolgend findest du eine kleine Liste mit Anregungen.

  • Fitnessstudio
  • Yoga
  • Tanzkurs
  • Selbstverteidigungskurs
  • Sprachkurs
  • ein Musikinstrument erlernen
  • Koch- und Backrezepte ausprobieren (Kuchenrezept aus dem Buch)
  • werde künstlerisch aktiv z.B. Malen, Zeichnen, Basteln oder Schreiben (Improzeichnen)
  • Modellbau
  • Geocaching

Auf unserer Webseite findest du einige Rezepte, Ideen für künstlerische Techniken, Schreib- und Fitnessübungen. Beginne einen neuen Lebensabschnitt und gestalte ihn nach deinen Wünschen und Vorstellungen. Du bist es wert! Wenn du nicht weißt, wie du beginnen sollst, erstelle eine Liste mit Dingen, die du gern magst.

Schritt 7: Bändige das Chaos in deinem Leben!

Das Chaos in deinem Leben spiegelt sich auch in deiner Seele wider. Was du aber brauchst ist Platz. Mental wie räumlich. Platz zum Atmen, leben und vor allem, um glücklich zu sein. Wie das geht? Ganz einfach, Schritt für Schritt.

Hier haben wir ein paar Ordnungsmethoden für dich zusammengestellt:

Dan-Sha-Ri (Das Dutzend voll machen.)

Death Cleaning (Denke an die Hinterbliebenen.)

30 Tage Challenge (Die spielerische Herausforderung.)

KonMari- Methode (Mit Glücksgefühl in die neue Ordnung.)

Tabularasa-Methode (Alles muss raus!)

Wäschekorb-Methode (Wenn es schnell gehen muss.)

Jede dieser Methoden bringt dich zum Ziel, aber nicht jede ist für jeden Menschen geeignet. Wir alle sind individuelle Persönlichkeiten und fühlen uns mit den verschiedensten Dingen wohl. Mit welcher Methode kannst du es dir am besten vorstellen? Fange gleich damit an!

Schritt 8: Mach das, was dich glücklich macht!

Horche einmal tief in dich hinein und überlege dir, was dich alles glücklich macht. Gibt es Dinge, die du gern machst? Viel zu oft verplempern wir die Tage, mit Sachen, die uns keinen Spaß machen.

Erstelle drei Listen. Eine mit Dingen, für die du dankbar bist, eine Liste mit Dingen, die du liebst oder gern machst und eine Liste, in der du dir deine Zukunft ausmalst, wie du sie dir wünschst.

Ziel der Dankbarkeitsliste:

Konzentriere dich auf die Dinge, die du hast, wie Menschen, die dich lieben, ausreichend zu essen und zu trinken oder ein Zuhause. Nimm dir die Liste immer dann vor, wenn du das Gefühl hast, alles läuft schief. Danach wird es dir besser gehen. Die meisten Menschen merken erst dann, dass der Kern ihres Lebens eigentlich ganz in Ordnung ist.

Ziel der Glücksliste:

Hauche deinem Leben wieder mehr Freude ein und mobilisiere dich. Vielleicht gibt es Hobbys aus deiner Vergangenheit, die dein Herz höherschlagen lassen, die du aber aus irgendwelchen Gründen aufgegeben hast. Gibt es vielleicht wieder die Möglichkeit, dort anzuknüpfen? Oder gibt es etwas, das du schon immer einmal ausprobieren wolltest? Wenn dir das bekannt vorkommt, ist dir Schritt 6 nicht entgangen. Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die einen glücklich machen, wie das Vogelgezwitscher am Morgen, das Lächeln deines Kindes oder ein gutes Essen. Was zaubert dir ein Lächeln ins Gesicht? Auf welche Kleinigkeit kannst du jeden Tag zufrieden zurückblicken?

Ziel der Wunschliste:

Denk daran, wie dein Leben in zehn Jahren aussehen soll. Wo wohnst du dann? Welchen Job und welche Position hast du? Wer ist an deiner Seite? Was auch immer du für dich wünschst oder anstrebst, kommt auf diese Liste. Fülle sie mit deinen Träumen und Zielen. Wo siehst du dich selbst in ein paar Jahren? Hilfreich sind auch Bilder, die du zur Visualisierung ausschneiden und aufkleben kannst. Überlege dir, wie du diese Ziele erreichen kannst.

Fang an und schreibe jeweils fünf Dinge auf, für die du dankbar bist, die dich glücklich machen und die du dir im Leben wünschst. Nach einer Woche schreibe auf jede Liste fünf weitere Dinge dazu.

Schritt 9: Stärke dein Selbstbewusstsein!

Zu Hause zu versauern und sich in Selbstmitleid suhlen, tut zwar in der ersten Zeit durchaus gut, ist aber auf Dauer nicht zu empfehlen. Was du brauchst, ist Selbstvertrauen. Glaube an dich und deine Fähigkeiten. Es wird Zeit, dass du dir und deinem Körper ein paar Streicheleinheiten gönnst. Wie wäre es mit einer neuen Frisur, einem neuen Look oder einem neuen Outfit? Belohne dich mit etwas, das dir zeigt »Ich bin genug!«.

Aber beginnen wir mit der eigenen Körperwahrnehmung. Wer sich selbst lieben lernen will, braucht ein positives Körpergefühl. Du musst keinem Schönheitsideal nachjagen. Du bist schön, auch, wenn manche Leute anderer Meinung sind. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und hier ein paar Tipps, damit du dich wohl in deinem Körper fühlst:

• Vergleiche dich nicht mit anderen

Du bist einzigartig und das ist wunderbar. Betone die Dinge, die dir an dir gefallen und kümmere dich nicht um die Attribute, die dir nicht gefallen. Ziel ist es, deine Stärken hervorzuheben, egal was andere von dir erwarten.

• Pflege und verwöhne dich

Wenn du dich in deinem Körper wohlfühlen willst, dann pflege ihn. Gönne dir ein wohltuendes Schaumbad mit schöner Musik. Halte dich fit und tue etwas für deine Gesundheit. Achte auf deine Ernährung. Nicht alles, was gut schmeckt, ist auch wirklich gut für dich. Zumindest nicht in Massen. Probiere neue Rezepte aus, die gut für deinen Körper sind.

• Kleider machen Leute

Wenn du den ganzen Tag in schlabbrigen ollen Klamotten verbringst, wird sich das nicht positiv auf dein Körpergefühl auswirken. Wenn du in deinen Kleiderschrank schaust, was siehst du? Jemand der sein Leben im Griff hat und voller Stolz durch das Leben spaziert oder doch eher eine unauffällige Persönlichkeit, die nicht so richtig weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll? Gehörst du zur zweiten Gruppe, dann hast du die Möglichkeit, etwas dagegen zu tun. Wenn du dich schön anziehst, wirkt sich das positiv auf deine Stimmung aus. Das wiederum steigert das Selbstwertgefühl und das strahlst du dann auch aus. 

Gönne dir eine kleine Shoppingtour und versuche nicht gleich wieder in alte Muster zu verfallen. Trau dich etwas. Probiere viele Sachen an, auch solche, die du nie in Erwägung ziehen würdest. Oftmals wirkt Kleidung am Körper ganz anders als auf dem Bügel.

Kaufe nur das, was dich auch zu 100 % überzeugt und dich glücklich macht. Das ist kein Aufruf zum Kaufrausch. Es soll lediglich dein neues Lebensgefühl unterstützen. Sieh es als kleinen Bonus an. Du sollst dich wohlfühlen, auch in deinen eigenen vier Wänden, und wenn das in einem weiten Shirt und Jogginghose ist, dann soll es so sein.

Schritt 10: Lächle!

Ein Lächeln ist nicht nur ein Ausdruck von Freude, es hebt auch die Stimmung, denn es sorgt dafür, dass Glückshormone ausgeschüttet werden. Du hast eine schwere Zeit hinter dir, aber jetzt beginnt ein neuer aufregender Abschnitt in deinem Leben. Ein Leben, das du um deine Wünsche und Vorstellungen herum kreieren kannst, wie es dir gefällt. Das ist definitiv ein Lächeln wert. Sei stolz auf dich und das, was du erreicht hast.

Jeden Morgen, wenn du dich im Spiegel ansiehst, schenke dir ein Lächeln und mach dir ein Kompliment. Sage dir selbst, was du gut gemacht hast oder was du an dir schätzt. Ob das merkwürdig ist? Es mag sich am Anfang vielleicht so anfühlen, aber es lohnt sich, versprochen.

Das waren die 10 Schritte gegen Liebeskummer. Sie sind kein Allheilmittel, aber sie können dich bei deinem Weg aus dem Herzschmerz unterstützen.

Du bist es wert, dich gut zu fühlen!

Auch als Romanratgeber erhältlich.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: